Dienstag, 25. September 2007

Gemixte Bohnen oder was ....?

Also ich muß Euch mal wieder was erzählen, ...

Heute war die Christina wieder bei mir, die kommt jetzt jeden Dienstag und macht mit mir voll tolle Sachen in unterstützter Kommunikation!

Stellt Euch vor, die hat heute mit mir "Bohnen-mixen" gespielt!!
Das kennt ihr nicht? Geh, ... das ist aber voi lustig !!!!
Man nehme ein Wäschewandel voll mit Bohnen (viele von Euch wissen ja, ich liiiiiiiiiieeeebe Bohnen), einen Mixer, einen PowerLink und zwei Tasten.


Auf eine Taste sagt Christina drauf: "Achtung - Finger weg jetzt wird gemixt!!!", wenn ich das sagen (also halt draufhaue und die Taste sagt das dann für mich) müssen alle ihre Hände aus den Bohnen nehmen (auch Magdalena **hämisch-schadenfroh-lach**) und dann schaltet sich der Mixer ein und es werden die Bohnen gemixt, daß es grad nur so spritzt - das ist eine Gaudi!!!

Wenn ich dann auf die andere Taste draufhaue, sagt die dann: "Mixer raus - jetzt will ICH mit den Bohnen spielen!!!"(die hat auch Christina vorher besprochen) und dann kommt der Mixer weg und ich darf beide Hände drinnen vergraben und herumspielen mit diesen tollen Bohnen...

Wenn ihr Euch jetzt wundert, warum ich einen Schnulli im Mund habe, ja das ist eine gute Frage. Ich frage mich auch immer, warum ich den immer ausgerechnet dann verpaßt bekomme, wenn ich doch diese tollen Bohnen sooo gerne in meinen Mund stecken würde, warum die Mama und die Christina da was dagegen haben, also wirklich ... die wären ja soooo lecker im Mund ...
Also, ich kann Euch sagen, mit diesem tollen Spiel lernt man Ursache-Wirkung wirklich klasse, die beiden Tasten kann ich in diesem Spiel schon ziemlich gut einsetzten, kein Wunder wenn mir doch das Arbeiten mit den Bohnen sooo viel Spaß macht, schließlich LIIIIIIEEEEBE ich doch harte, also rohe Bohnen über alles!!
Das Beste an diesem Spiel ist, wenn ich meine kleine Schwester Magdalena von den Bohnen weg-vertreiben kann mit der Taste, die sagt: "Achtung - Finger weg jetzt wird gemixt!!!" das ist echt das Beste - da muß ich mich immer zerkugeln vor lachen, wenn Magdalena dann weggehen muß und sich fürchterlich drüber aufregt - Schadenfreude ist halt schon was schönes ...

Anmerkung von Mama: ... und wird hier halt "therapeutisch" eingesetzt ...

Montag, 17. September 2007

Können und Wollen ...

Wer nicht kann, was er will,
soll zumindest wollen, was er kann ...
(Leonardo da Vinci)

Meine Taster zu bedienen und damit verschieden Sachen ein- und ausschalten (zB diesen Cha-cha-Bären, den Ventilator, meinen Kasettenrekorder oder die Lichterkette), DAS ist das, was ich kann und auch jeden Tag lautstark einfordere !!!

Donnerstag, 13. September 2007

Endlich wieder Kindergarten ....

Na endlich darf ich wieder in den Kindergarten gehen ... ich sags euch, diese komischen FERIEN sind eine dumme Erfindung ... was soll ich denn den ganzen Tag daheim machen ??

Also: als mir am Montag morgen die Mama endlich mal wieder die Bildkarte vom KiGa-Bus gezeigt hat, da bin ich ja förmlich explodiert vor Freude ... und dann hat sie sogar noch in meinen KiGa-Rucksack eine Jause eingepackt, da konnt ichs dann schon fast wirklich glauben, aber sicher war ich mir noch nicht ...

... aber als dann der
zu uns in die Einfahrt einbog, also dann, ja dann, dann hätt ich am liebsten einen Luftsprung gemacht, also wenn ich könnte, dann hätt ich den wirklich gemacht, soooo gefreut hab ich mich ...

Im Kindergarten selber hab ich mich auch gleich wieder wohlgefühlt, obwohl der Raum irgendwie anders aussieht, angeblich wurde die Puppen-Ecke und die Bau-Ecke vertauscht ... das hat mich die ersten Tage ziemlich beschäftigt, das mußte ich mir oft anschauen.

Außerdem habe ich eine neue "Tante" bekommen, aber die mag ich schon recht gerne, immer wenn Mama mit mir über die "Anna" redet (so heißt die Neue), muß ich kuddern und kichern, aber alles erzähle ich der Mama nicht, was ich mit der den ganzen Vormittag so alles mache **hihi**

und nebenbei gesagt, darf ich jetzt JEDEN Tag mit allen meinen KiGa-Kollegen zu Mittag im KiGa essen - mmmmhhhmmmm das schmeckt mir richtig lecker und macht Spaß mit sovielen Kindern am Tisch zu sitzen!!
Ich darf jetzt sogar einmal in der Woche einen ganzen Tag im KiGa bleiben, jaaaa - das finde ich richtig klasse - nur schlafen mag ich nicht im Schlaf-Saal, dort ist es viel zu ruhig, lieber schlafe ich bei den "Aufbleiber-Kindern" meine Dreiviertel-Stunde, dort gibts was zu sehen und diese angehnehme Geräuschkulisse, da kann ich dann richtig gut schlafen ...

Fotos gibts leider noch keine vom KiGa heuer, dafür hatten wir echt noch keine Zeit ...

Montag, 3. September 2007

Anderssein ...


Das Anderssein der anderen
als Bereicherung des eigenen Seins zu begreifen;
sich verstehen,
sich verständigen,
miteinander vertraut werden,
darin liegt die Zukunft der Menschheit.

Rolf Niermann

Montag, 27. August 2007

"lift me up", before you go go ...

Soll ich Euch was sagen, mein Papa ist ganz große Klasse!
Letzte Woche hat er wieder was ganz tolles für mich gemacht, naja eigentlich nicht selber gemacht, aber selber montiert und eigentlich ist es nicht nur für mich, sondern auch ein bißchen für die Mama, ...

ich hab einen Treppenlift bekommen, so wie ihn normalerweise nur ältere Leute haben, aber bei uns ist der exklusiv NUR für mich, damit mich die Mama nicht immer über die Stiege rauf- u. runterschleppen muß, ich hab ja inzwischen doch schon 17 kg ...


Das Fahren mit dem Treppenlift ist aufregend!!

Die Mama hat mir erzählt, den Lift haben sie gebraucht gekauft im EBAY (was das wieder ist - keine Ahnung ...), auf jeden Fall wurde er auch mit den Spenden, die wir beim bzw. nach dem Benefizkonzert bekommen haben finanziert - also mit Eurer Hilfe - DANKE schön!!!

Samstag, 18. August 2007

soo ein toller Urlaub ...


... ja was soll ich Euch sagen, der Urlaub war einfach klasse ... wir hatten ein tolles Apartment (und trotzdem Frühstücks-Buffett!!!!) der Familie Scheriau direkt am Keutschachersee.
Am Bauernhof selber gibts auch viele Tiere (2 Ponys, 
viele Zwergziegen, einen Hofhund namens Gina, 2 Esel, 
viele viele Schafe, einige Kaninchen, Schweine, ...) 
und einen tollen Spielplatz direkt bei der hauseigenen Buschenschank dabei ...
Wer mehr wissen möchte bitte sehr: www.liendl.at

Zu meiner großen Freude gabs täglich ein weiches Ei zum Frühstück!!!
So eine Begeisterung und das JEDEN TAG - Juhuuuuuuuuuu!!!!
Vor lauter Freude ist mit sogar mal ein Wort rausgerutscht:
Ich hab ganz laut gesagt: "EIER!!!!" -

da haben sich dann auch Mama und Papa ziemlich gefreut über diese Äußerung von mir **hihi**

Das Wetter war die ersten paar Tage recht gut, wir waren täglich um 10:00 Uhr die ersten im Wasser - und ganz alleine am
 hauseigenen, riesengroßen Badestrand.
Schwimmen und Spielen am Strand und im Wasser - gibts was schöneres??
 ...



die tägliche Jause am Badestrand kam natürlich auch nicht zu kurz - mhhhmm bei der Kulisse schmeckts noch mal besser ...

Leider war dann das Wetter nicht mehr ganz soo klasse, es war eher durchwachsen, aber mit der richtigen Kleidung kann man doch bei jedem Wetter auf den hauseigenen supertollen klassen Spielplatz, oder nicht?
   ..

Apropos Kleidung: ich hatte heuer im Urlaub meine persönliche Kammerzofe mit -
schaut mal - Lena hat mit am Abend immer meine Klapperl ausgezogen -
Danke liebe kleine-große Schwester!!


Demensprechend müde waren ich und Magdalena jeden Abend und wir haben auch immer meistens recht brav geschlafen, kein Wunder ...
aber hier möcht ich Euch noch was tolles zeigen: mein Bett in diesem Urlaub ...

eigentlich hätt ich auf der Auszieh-Couch schafen sollen, aber Mama hat mir das mal wieder nicht erlaubt (ich könnte ja runterfallen 
oder so, na typisch Mama eben ...) und so hat mir mein schlauer
 Papa dann einfach einen Teil der Couch umgedreht 
und so hatte ich ein super klasses Bett, in dem ich 
wunderbar geschlafen habe!! 

*************
Übrigens, meinen neuen Reha-Buggy hab ich auch noch grade rechtzeitig vorm Urlaub bekommen an dieser Stelle ein DANKE an Fr. Schuster von der GKK und Hrn.Buchner vom Sanitätshaus Neumann, die uns das so unkompliziert ermöglicht haben!!! Hier ein Foto von meinem super-klassen-praktischen Wagerl:

Kimba Spring Gr.2  im neuen Design "grün"

Anmerkung von Mama: Der ist ja sooo super zu fahren, lenkt total leicht und Isabella sitzt super drinnen, sie fühlt sich im Wagen echt wohl, das kennt man ihr richtig an! Durch die tollen Verstellmöglichkeiten konnt sie auch mal 
gemütlich ein Schläfchen im Wagen halten, zB über Mittag,
 wenn wir den ganzen Tag unterwegs waren.

Dienstag, 31. Juli 2007

Wir fahren auf URLAUB ...

ich freu mich ja schon soo ....

MORGEN GEHTS LOS - WIR FAHREN AUF URLAUB NACH KÄRNTEN!!!

Ich freu mich schon echt ... dort waren wir schon zweimal und es ist echt klasse dort, es gibt einen tollen See (und hoffentlich heißes Wetter) - viele Tiere (Katzen, Schweine, Ziegen, Ponys und den Hof-Hund) - und leckeres Essen in der hauseigenen Buschenschank!!!!

ungefähr so stelle ich mir den Urlaub vor - mal sehen, wie das Wetter wird ;)

Samstag, 21. Juli 2007

Hoher Besuch ...

Stellt Euch vor, neben den vielen Leuten, die am Konzert so viel gespendet haben, sind auch noch einige tolle Sachen passiert:

Einige Pichler Vereine überraschten uns direkt am Konzert mit Spenden für mich:
Landjugend, Goldhaubengruppe, Musikverein und Volkstanzgruppe.
 

Und das beste kommt noch: die Jägerschaft Pichl hat bei den Jägern gesammelt, die nicht auf das Konzert kommen konnten und heute haben Franz und Gerhard meinen Eltern eine tolle Spende
 übergeben!

Sie konnten sich gleich davon überzeugen, daß ich mit den Tastern gut umgehen kann, weil es heute so heiß war, hab ich für die Leute den Ventilator bedient!

Die Schauer Traudi hatte auch eine ähnliche Idee, sie hat beim Kirchenchor eine Box aufgestellt, in der die Leute, die nicht am Konzet waren, was spenden konnten. Letzte Woche hat auch sie uns besucht und uns eine tolle Spende übergeben.

Auch der Herr Vizebürgermeister Roland Glück war heute bei uns auf Besuch, denn beim Konzert bekamen wir vom Sozialausschuß eine Spendenzusage und diese Spende hat er heute persönlich an mich übergeben!

Ich hab den Leuten alles gezeigt, was ich so kann mit meinen Tastern, den Kasettenrekorder einschalten, die Spiegelkugel, das Auto und eben den Ventilator.

Alles in allem war es ein richtig aufregender Nachmittag ...

Ach ja ganz was tolles hätt ich fast vergesen: die Conny Jacksch hat sich zu ihrem 50. Geburtstag keine Geschenke gewünscht, sondern Spenden für mich, oder ein anderes Spendenkonto, auch hier ist auf unserem Konto eine beträchtliche Summe eingegangen! 
Danke Conny - das war eine ganz tolle Idee!!

Meine Mama und mein Papa und natürlich ich selber möchten uns  hiermit bei allen Spendern für die großartige Unterstützung, die uns zuteil wird, ganz herzlich bedanken!

Wir konnten bereits durch alle diese Spenden wieder ganz tolle Dinge für die Unterstützte Kommunikation anschaffen, aber davon erzähle ich Euch ein anderes Mal!


Dienstag, 17. Juli 2007

Mit den Minidickmanns ist es so wie mit den Menschen

von Margret Netten

Der Einkaufswagen war voll bepackt wie bei jedem Großeinkauf im Supermarkt. Mein fünfjähriger Sohn war guter Dinge und hatte mich ausnahmsweise in keine Diskussionen an den verführerischen Kramständen mit Kindersachen oder an dem Süßigkeitenregal verwickelt. Geduldig schob er mit mir den Einkaufswagen zur Kasse. Dann fiel mir ein, dass wir das Toilettenpapier vergessen hatten und wir fuhren wieder ein Stück zurück.

„Mama, lass mich das machen“, krähte er aufgeweckt und warf schwungvoll ein großes Familienpack Toilettenpapier auf den Wagen.

Im letzten Moment konnte ich noch die Eierpackung auffangen, die ebenso wie die Spaghetti und die Minidickmanns dem Toilettenpapier-Wurfgeschoss im Wagen Platz machten und schwungvoll durch die Luft flogen. Froh, die Eierpackung noch erwischt zu haben, sah ich wie mein Sohn mit großen Augen und offenem Mund neben mir stand und mit dem Finger an mir vorbei zeigte.

„Ups, wahrscheinlich haben wir doch noch was getroffen", dachte ich kurz und griff nach der Schachtel mit den Minidickmanns, die an einer Seite aufgeplatzt war und genau neben meinen Füßen lag.

„Die ist ja ganz schwarz und kann gar nicht richtig laufen, Mama“, sagte mein Sohn laut und zeigte mit dem Finger auf ein dunkelhäutiges und offensichtlich gehbehindertes Kind. Ich drehte mich um und sah gerade noch wie die Mutter ihr Kind auf die andere Seite des Ganges zog. Mit hochrotem Kopf, der peinlichen Situation voll bewusst, brachte ich nur ein Wort heraus: “Kinder!“ und zuckte verlegen mit den Schultern.

„Schon gut“, sagte die andere Mutter und schubste ihr Kind weiter.

„Wieso ist die so anders, Mama?“, fragte mich mein Sohn.

Ich saß in der Hocke und hielt immer noch die Minidickmanns-Schachtel in den Händen. Da die Schachtel ohnehin etwas aufgeplatzt war, machte ich sie ganz auf. Ich schaute in die Schachtel. Fein aufgereiht waren weiße, braune und schwarze Mini - Schaumküsse zu sehen, vier waren vom Sturz nicht mehr ganz heil.

„Einige sind ganz angedötscht“, kommentierte mein Sohn den Anblick.

„Ja, schau mal genau hin. Eigentlich ist es mit den Minidickmanns wie mit den Menschen. Es gibt sie in verschiedenen Farben“, sagte ich gedankenversunken.

„Und manche sind angedötscht“, korrigierte mich mein Sohn.

Jetzt musste ich doch lachen: „Ja, es gibt weiße, braune, schwarze, „angedötschte“ und welche die ganz sind. Aber eines haben alle doch gemeinsam.“

„Was denn Mama?“

„Na, die Füllung. Innen sind sie alle gleich! Und egal ob sie „angedötscht“ sind oder nicht, sie erfüllen doch den gleichen Zweck: Es sind alles Schaumküsse und sie sollen lecker schmecken. – Hier probiere mal!“ Ich gab ihm einen braunen „heilen“ Minidickmann und er aß ihn rasch auf. Danach gab ich ihm einen braunen „angedötschten“ Minidickmann und er aß ihn ebenfalls hastig auf.

„Und, schmeckt der anders?“, fragte ich ihn.

„Er war genau so lecker wie der andere auch“, grinste er mich an.

Dann legte er die Stirn in Falten: „Und wie ist das bei den Menschen?“, wollte er nun wissen.

„Na, ganz einfach: Uns gibt es auch in vielen Farben und manche von uns können vielleicht nicht gut laufen oder sehen oder sprechen. Aber worauf es wirklich ankommt ist das, was unter der Hülle steckt, egal welche Farbe sie hat und ob irgendetwas „angedötscht“ ist oder nicht. Was dann bleibt ist das, was uns wirklich ausmacht. Und wenn du so willst sind wir doch alle gleich: Nämlich Menschen.“

Als wir endlich an der Kasse bezahlt hatten und auf dem Weg nach draußen waren, kam die Mutter des farbigen Mädchens auf uns zu und hielt meinem Sohn eine offene Schachtel mit Minidickmanns entgegen: „Nimm dir welche“, sagte sie zu ihm.

„Danke“, sagte sie zu mir gewandt. „Ich habe gehört was Sie ihrem Sohn erzählt haben.“

Dann gab sie meinem Sohn und ihrem Mädchen jeweils einen weißen und einen schwarzen Minidickmann aus der Schachtel. Die Kinder lachten sich beide an und aßen die Schaumküsse in stiller Eintracht genüsslich auf.


entnommen von:
http://www.margret-netten.ag.vu/mit_den_minidickmanns....html


Meine Mama ist im Internet über diese Geschichte gestolpert und ich finde, es ist toll!